Kontakt | Impressum | Inhalt
Programmagentur Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen
Suchen

Wo sind die Schulen?

Zwischenergebnisse

Ergebnisse aus dem ESF-Programm „Jugendsozialarbeit an Berliner Hauptschulen“

Programmjahr 2008
Informationen über den Stand der Arbeit, die Stellenbesetzungen sowie weitere formale Daten zum Programm „Jugendsozialarbeit an Berliner Hauptschulen“ sind hier zusammengestellt.
Programmjahr 2007
Aus den für das Jahr 2007 eingereichten Anträgen in diesem Programm wurden die Zielsetzungen der Jugendsozialarbeit an den einzelnen Schulen ausgewertet. Insgesamt lassen sich vier Hauptziele bestimmen:
  1. Steigerung der Beschäftigungsbefähigung,
  2. Reintegration in den schulischen Alltag,
  3. Stärkung der sozialen Kompetenzen,
  4. Auf- und Ausbau von Unterstützungsstrukturen.

Diese übergreifenden Zielsetzungen aller 51 Einzelanträge wurden anhand der Zielgruppen von Jugendsozialarbeit an Schulen entsprechend systematisiert und mit Teilzielen untersetzt.
Dateidownload

Diese vier Hauptziele mit ihren jeweiligen schwerpunktmäßigen Untersetzungen, die sich an die verschiedenen Zielgruppen (Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern, Schule, Kooperationspartner und Sozialraum) richten, werden an den 51 Hauptschulen – laut den Berichten der Jugendsozialarbeiter/innen im Rahmen der zum jeweiligen Quartal zu erstellenden Ergebnisdokumentationen – auf diesen 7 Arbeitsebenen umgesetzt:

  1. Individuelle Angebote
  2. Gruppenangebote innerhalb der Schule
  3. Gruppenangebote außerhalb der Schule
  4. Elternarbeit
  5. Gremienarbeit
  6. Netzwerkarbeit und
  7. Unterstützungsleistungen des Trägers.

Angebote von Jugendsozialarbeit, die sich direkt an die Schüler/innen richten, werden als individuelle Angebote und als Gruppenangebote innerhalb und außerhalb von Schule unterbreitet. Die individuellen Angebote für Schülerinnen und Schüler umfassen Beratungen beispielsweise berufsfeldbezogene Beratung; Beratung bei schulischen, sozialen und/oder persönlichen Problemen sowie die Ermittlung und Organisation von Unterstützungsbedarfen in Form von Orientierungshilfen, Einzelfallhilfe, Case Management, der Durchführung von Hilfekonferenzen und der Erstellung von Hilfeplänen. Zu den Gruppenangeboten, die innerhalb der Schule organisiert werden zählen Freizeit-, Kultur-, Kunst-, Bildungs- und Sportangebote oder aber besondere schulische Förderprogramme (wie Schülerfirmen, Werkpädagogik oder Praxisklassen) werden von den Sozialarbeiter/innen unterstützt. Jugendsozialarbeit vermittelt zudem Informationen zu Praktika- und Ausbildungsplätzen und unterstützt die Begleitung beispielsweise ins BIZ sowie die Vermittlung von Zusatzqualifikationen (Computerführerschein etc.). Darüber hinaus werden Workshops, Praxistage oder Projektwochen zu Bewerbungs- und Vermittlungshilfen, zum Sozialen Kompetenztraining, zum Konflikt- oder Kommunikationstraining durchgeführt. Sportangebote für Jungen und Mädchen, Lesezirkel, eine Motorradwerkstatt und die Teilnahme am Girls-Day zählen zu den geschlechts- und/oder migrantenspezifischen Gruppenangeboten, die innerhalb von Schule gestaltet werden.

In Form von Exkursionen, Betriebserkundungen, Ferienfreizeiten und Ausflügen sowie durch Schüler/innen- und Förderpraktika werden Gruppenangebote außerhalb von Schule organisiert bzw. unterstützt. Unter das Stichwort Sozialraumbezogene Integrationsarbeit fallen hier die Vermittlung der Schüler/innen in Angebote und Projekte im Sozialraum, die Mitwirkung von Schule, Jugendsozialarbeit und Schüler/innen an gemeinwesenbezogenen Projekten oder Stadtteilfesten.

Doch nicht nur die Schüler/innen sind die Adressaten von Jugendsozialarbeit sondern auch – und das in zunehmender Anzahl – die Eltern der Hauptschüler/innen. Zur Elternarbeit zählen die Durchführung von Informations- und thematische ausgerichteten Elternabenden und die Etablierung von Partizipationsmöglichkeiten für Eltern. Darüber hinaus bieten offene Angebote in Form von offenen Sprechstunden, gemeinsamen Elternversammlungen, die Einrichtung von Elterntreffs Möglichkeiten eines niedrigschwelligen und „anlassfreien“ Kontaktes zwischen Eltern und Jugendsozialarbeiter/innen. Weniger „anlassfrei“ gestaltete sich die aufsuchende Familienarbeit oder die Elternarbeit im Rahmen der Einzelfallhilfe für bestimmte Schülerinnen und Schüler. Hier bieten die Sozialarbeiter/innen in der Regel gemeinsam mit den Klassenlehrer/innen problem- und einzelfallorientierte Beratungen in der Schule oder in Form von Hausbesuchen an.

Um diese Angebote für Schüler/innen und ihre Eltern umzusetzen, bedarf es einer unterstützenden Struktur der Jugendsozialarbeit, die innerhalb von Schule (Gremienarbeit) und außerhalb von Schule (Netzwerkarbeit) sowie durch den Träger der Kinder- und Jugendhilfe, der an der Schule aktiv ist, sichergestellt wird. Die Gremienarbeit innerhalb der Schule konzentriert sich zum einen auf die Zusammenarbeit mit der Schulleitung, also die Beteiligung und Mitwirkung von Jugendsozialarbeit an und in schulischen Gremien. Zum anderen zählt zur Gremienarbeit die direkte Zusammenarbeit mit den Lehrerinnen und Lehrern, beispielsweise im Rahmen der Einzelfallhilfe durch gemeinsame Beratungen, Fallbesprechungen, gemeinsame Gespräche mit Schüler/innen und deren Eltern sowie ggf. die Durchführung von Hausbesuchen. Unterstützt wird die Verbesserung und Verstetigung der Zusammenarbeit zudem durch die programminterne Fortbildung, die sich – konzipiert als Tandem-Fortbildung – an die Lehrer/innen und Sozialarbeiter/innen gleichermaßen richtet sowie durch die Wahrnehmung von Supervision in dieser Tandem-Konstruktion von Jugendsozialarbeiter/in und (Kooperations-) Lehrer/in.

Die notwendige Unterstützungsstruktur für Jugendsozialarbeit außerhalb von Schule wird durch Netzwerkarbeit aufgebaut. Der wichtigste Kooperationspartner ist dabei die Jugendhilfe; Jugendsozialarbeit an Schulen arbeitet mit dem Jugendamt (insbesondere dem ASD bzw. ASPD) zusammen und kooperiert mit verschiedenen Trägern der Jugendhilfe oder Jugendberufshilfe. Darüber hinaus werden Kooperationsstrukturen auf- und ausgebaut zu anderen Trägern, zu Firmen, zu Experten, Netzwerken, Bezirksämtern, Arbeitsagenturen, dem BIZ, den Argen, zur Schuldnerberatung, zu psychosozialen Diensten, zur Schulpsychologie, zur Polizei und zur Rechtsberatung, um nur einige zu nennen. Netzwerkarbeit im Kontext von Schulsozialarbeit heißt aber auch, die Teilnahme an Arbeitsgruppen sowie die Durchführung gemeinsamer Projekte und Aktivitäten im Sozialraum.

Eine interne Unterstützung erhalten die Jugendsozialarbeiter/innen durch ihre Träger. Die Beratung und Qualifizierung der Mitarbeiter/innen von Seiten des Trägers zählen ebenso dazu wie die Qualitätssicherung der Arbeit durch Dokumentation und durch die Entwicklung von Standards und Evaluationsverfahren.